Weber oder Outdoorchef?

Fakten- oder Glaubensfrage?

Ehrlich gesagt, es ist eine reine Frage der Präferenz: die Frage danach, ob der Grillhersteller Weber oder aber Outdoorchef besser ist. Ohne Zweifel beides sind hervorragende Hersteller von Holzkohle- und anderer Grills.

Um der Antwort ein wenig näher zu kommen, habe ich mir einmal ein ganz bestimmtes Produkt herausgesucht und dieses mit dem jeweiligen Konkurrenzprodukt des anderen Herstellers verglichen.

Outdoorchef gegen Weber: die „Schlacht“ der Kugelgrills

Klar ist, dass man für einen fairen Vergleich zweier Produkte Grills benötigt, die in etwa preislich in der gleichen Liga spielen. Nur so kann man Funktionen und Erfahrungen auch nur einigermaßen vergleichen. Dieser Vergleich könnte in der mittleren Preisklasse im Bereich der Holzkohle-Kugelgrills zutreffen.

Folgende Grills kommen dabei in Frage (Stand: März 2013):

Zum Vergleich treten also zwei Schlachtschiffe im Bereich von circa 120-140 € an. Zum Einen der beliebte Allroundergrill von Outdoorchef Easy Charcoal und zum Anderen der One Touch Original, bereits bekannt durch den hiesigen Testbericht, von Weber.

Bild von Weber oder Outdoorchef? Duell der Kugelgrills

Links: Easy Charcoal 480 von Outdoorchef Rechts: Weber One Touch

Welcher Grill, ergo Grillmarke, macht das Rennen?

Am einfachsten ist wohl zunächst der Vergleich der diversen Features. Beginnen wir mit der Marke Weber:

Weber punktet zu allererst mit seiner durchaus lobenswerten 10-jährigen Herstellergarantie. Das ist schon einmal ein Wort und legt nahe, dass der Hersteller anscheinend der Qualität seines Produktes vertraut. Erfreulich einfach läuft die Reinigung nach dem Grillen ab. Durch die regulierbaren Lüftungsschlitze kann man überbleibende Kohlen-Asche einfach auskehren. Eine Aluminiumschale fängt den Staub auf. Durch die erwähnte Luftzufuhr lässt sich die Grilltemperatur tatsächlich recht leicht regulieren.

Hat man fertig gegrillt, ist es durch schließen der Schlitze sogar möglich die heiße Kohle regelrecht zu ersticken, so dass sie ohne Probleme beim nächsten Mal weiterverwendet werden kann. Durch das im Deckel integrierte Thermometer hat man die aktuelle Temperatur jederzeit im Blick. Wirklich wichtig erscheint mir persönlich jedoch immer die Qualität des Grillrostes. Denn dran merkt man ganz häufig (Schwere, Klang, Eindruck) ob der Grill tatsächlich halten kann was er verspricht. Beim Weber gestaltet sich das Grillrost folgendermaßen: es handelt sich um ein dreifach vernickeltes Grillrost. Und das merkt man auch! Der Weber One Touch macht insgesamt einen sehr wertigen und damit außerordentlich guten Eindruck!

Dem gegenüber muss sich die Marke Outdoorchef erst einmal behaupten können. Ob das der Fall ist?

Technisch scheint das Konkurrenzprodukt von Outdoorchef seinem „Gegner“ überlegen – legt man die gleiche Preisklasse zu Grunde. Denn es fällt auf, dass Outdoorchef für wenig Geld viel bietet. So bietet dieser Kugelholzkohlegrill eine Auffangschale für abtropfendes Fett um einen daraus resultierenden Brand zu vermeiden. Die Lüftungsschlitze sind auch hier regulierbar.

Durch ein Kaminsystem wird die Kohle recht schnell auf die passende Temperatur befeuert. Auch hier ist ein Grillthermometer integriert. Zum Lieferumfang gehört unter anderem auch ein Besteckhalter. Dieser muss bei der Konkurrenz mehr oder weniger teuer erstanden werden. Allerdings ist das weitere käuflich zu erwerbende Zubehör preislich etwa auf Augenhöhe.

Das Fazit zum Markenduell

Outdoorchef oder Weber? Im Ergebnis kann man festhalten, dass man bei Outdoorchef gefühlt mehr Leistung zum gleichen Preis bekommt. Bei Weber scheint man noch eine ordentliche Portion für die Marke zu zahlen. Keine Frage: die Weber Grills sind ohne Zweifel toll verarbeitete Produkte – nicht ohne Grund gibt es abertausende von regelrechten Fans – wer aber nüchtern die Funktionen betrachtet, der wird sich die Konkurrenzgrills genauer anschauen müssen.

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