Biologischer Grillanzünder: Anzündwolle

Anzündwolle

Was den Menschen vom Tier unterscheidet, ist die Macht über das Feuer. Wie entfacht man Glut? Chemische Anzündhilfen sind bei Grill und Lebensmitteln fehl am Platz. Anzündwolle ist eine biologische Anzündhilfe, die schnell für ordentliche Glut sorgt.

Einfaches Prinzip, schwere Umsetzung

Für eine gute Glut im Grill braucht es eigentlich nicht viel: Luft und ein wenig Startenergie sollten ausreichen. Also einfach das Grillholz oder die Kohlen so stapeln, dass dazwischen gut Luft ist. Manche Menschen schwören auf einen kleinen Haufen, der erst einmal gut durchglüht und dann mit dem restlichen Brennmaterial gemischt wird. Andere bauen eher auf den großen Haufen. Aber ohne Grillanzünder geht nicht viel.

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Anzündwolle besteht aus feinen Holzspänen, hauchdünnen Streifen echten Holzes. Diese sind mit Wachs getränkt. Das dünne, luftig gewickelte Material entzündet sind schnell und hält kurz das Feuer. Bis zu zehn Minuten funktioniert das – genug Zeit, um Holzscheite ordentlich zum Glühen zu bringen. Damit das funktioniert, muss die Anzündwolle die untere Hälfte des Haufens gut durchsetzen. Ob der Stapel Holz oder Kohle klein oder groß ist, spielt dabei erst einmal keine Rolle.

Biologischer Grillanzünder für Lebensmittel geeignet

Der Grillanzünder muss grundsätzlich abgebrannt sein, bevor das Grillgut aufgelegt werden darf. Anzündwolle ist zwar ein biologischer Grillanzünder und gesundheitlich unbedenklich, aber sie bildet keine Ausnahme. Denn auch bei Anzündwolle entwickeln sich Dämpfe und Rauch, die in das Grillgut übergehen können. Das ist unerwünscht, denn das Grillgut soll bestenfalls nur das leicht herbe, rauchige Aroma des Holzfeuers aufnehmen, nicht mehr.

Wie genau funktioniert die Anzündwolle?

Wird die Anzündwolle gleichmäßig zwischen den Holzscheiten oder der Kohle verteilt und mit einem Stabfeuerzeug in Brand gesetzt, brennt sie erst einmal lichterloh. Der helle Feuerschein umfängt das eigentliche Brennmaterial im Grill. Durch die starke Hitzeentwicklung kann sich das Holz oder die Kohle entzünden. Wenn nach etwa zehn Minuten die Anzündwolle ausgeht und verbrannt ist, hat sich auf dem Holz oder der Kohle außen eine feine Schicht weißer Asche gebildet. Das bedeutet, dass sich darunter schon Glut befindet.

Die Glut darf jetzt auf keinen Fall erstickt werden. Mit einem kleinen Handblasebalg oder einem Handkurbelföhn kann der Glut Luft zugeführt werden. Keine Angst: Einfach mit den Händen wedeln oder kräftig pusten funktioniert im Zweifelsfall auch (sieht aber weniger professionell aus). Wird die Glut nun ordentlich und vor allem kontinuierlich belüftet, breitet sie sich aus. Auch wenn man das immer mal wieder hört: Glut kann nicht wegen zu viel Luft wieder ausgehen. Je mehr Sauerstoff zur Verfügung steht, desto weniger Rauch und Qualm entstehen und desto besser glüht das Brennmaterial durch. Also gerne kräftig Luftzug erzeugen, das tut nur gut. Viele Hobby-Grillmeister schwören übrigens auf ein Stück Karton aus Wellpappe zum Wedeln – der damit erzeugte Luftstrom soll besonders intensiv und gut für die Glut sein.

Die Geschwindigkeit, mit der die Luft über die Glut rauscht, ist egal. Wichtig ist, dass die Sauerstoffzufuhr gleichmäßig erfolgt. Einfache Faustregel: Wenn es außen weiß ist, glüht es auch ganz sicher. zehn Minuten reichen für erfahrene Grillmeister, um die Glut wird überall gleichmäßig verteilt zu haben.

Vorteile von Anzündwolle gegenüber anderen Anzündhilfen

Anzündwolle ist mit Wachs getränkt und seit einiger Zeit ziemlich beliebt. Das liegt zum einen daran, dass die Anzündwolle als ein biologischer oder ökologischer Anzünder beworben wird. Zum anderen liegt es an den guten Brenneigenschaften und der hervorragenden Brenndauer.

Anzündwolle brennt in der Regel völlig geruchsfrei, was beim Grillen von Vorteil ist: Stinkende Anzünder können einem den Appetit verderben.

Allerdings ist die Bezeichnung als Bio-Anzünder etwas irreführend: Nur in den wenigsten Fällen ist die Anzündwolle tatsächlich mit reinem Bienenwachs getränkt und damit ein biologisches Produkt. Die meisten Arten von Anzündwolle, vor allem die kostengünstigeren Varianten, dürften Paraffin oder Stearin enthalten, was wie Petroleum Erdölprodukte sind. Wird Palmölwachs verwendet, stammt das aus die Umwelt belastenden Monokulturen.

Fazit: Anzündwolle ist toll, aber meist eben doch nicht biologisch

Anzündwolle hat gegenüber anderen Anzündhilfen den Vorteil, dass sie gleichmäßig und lang genug abbrennt. Dadurch ist es sehr einfach, eine gleichmäßige und heiße Glut im Grill zu erzeugen.

Qualitativ hochwertige und entsprechend kostenintensive Anzündwolle ist auch wirklich biologisch: Sie besteht aus Holzwolle, die in Bienenwachs getränkt ist.

Allerdings werden oft auch Varianten verkauft, die in Paraffin der Stearin getränkt sind. Da das nicht immer klar ist, sollte das Grillgut immer erst aufgelegt werden, wenn die Anzündwolle schon abgebrannt ist. So können ganz sicher keine chemischen Rückstände aus der Anzündwolle an das Grillgut geraten.

Informationen zu den angezeigten Preisen finden sich im Disclaimer.