Eine Beispiel-Einkaufsliste für den nächsten Grillabend mit Freunden

Zutaten für den perfekten Abend

Zielgerichtet einkaufen für den Grillabend mit einer Einkaufsliste
Im Supermarkt ein Muss: Einkaufswagen - ©Alexas_Fotos/Pixabay.com

Was liegt bei schönstem Wetter näher, als Freunde und Bekannte zu einem wunderbaren Grillabend in die heimischen Räumlichkeiten einzuladen? Es gibt wohl kaum schönere Rahmenbedingungen um seine Liebsten einfach mal wieder zu sehen und zu sprechen.

Auf dem Grill aufgelegte Kleinigkeiten auf der Terasse, dem Balkon oder im Garten schmecken (fast) jedem und sind Zeichen der Gastfreundschaft.

Eine Einkaufsliste für den Grillabend hilft dabei, dass man im nächstgelegenen Supermarkt nicht die Dinge, die zu einem gelungenen Abend beitragen, nicht vergisst.

Was ist zu besorgen?

Damit es auch wirklich an nichts fehlen wird, haben wir von Holzkohle-Grills.de uns einmal die Mühe gemacht und eine Beispiel-Einkaufsliste geschrieben.

Dabei haben wir uns an dem orientiert, was wir „die Basics“ nennen. Denn klar ist: wer aufwendige Rezepte plant, wie zum Beispiel das Marinieren von Spareribs, kommt um den Einkauf spezieller Zutaten nicht herum.

Die Vorfreude auf die Gaumenfreuden und den verführerischen Grillgeruch beginnt schon beim Erstellen der Einkaufsliste. Natürlich stehen das Grillgut und alle den Geschmack betreffenden Zutaten im Mittelpunkt.

Doch was antwortet der Grillmeister, wenn an Fisch- und Fleischtheke nach der Menge gefragt wird? Wie viel Gemüse ist für Spieße notwendig? Welche Gemüseanzahl stillt den Hunger der Vegetarier? Vor jeder konkreten Planung geben wir als allerersten und wirksamen Tipp, nicht hungrig einkaufen zu gehen. Der Appetit setzt Urteilsvermögen und wirtschaftlich sinnvolles Vorgehen oft außer Kraft. Idealer Helfer ist eine strukturierte Einkaufsliste, die auch Anzahl und Mengenangaben enthält.

Eine grundlegende Mengenkalkulation richtet sich nach:

  • Personenanzahl
  • Geschmäckern
  • Ernährungsgewohnheiten
  • Dauer des Grillabends

Als durchschnittlicher Richtwerte werden pro Erwachsenem vier- bis fünfhundert Gramm Fleisch und Fisch kalkuliert. Für Kinder ist die Hälfte ausreichend.

Gemüse als Beilage oder zur Ergänzung macht sehr unterschiedliche satt. Bei sehr wasserhaltigen Gemüsen wie Aubergine, Paprika und Tomate reichen zwei bis drei Einzelstücke pro Person aus. Einzelne Kartoffeln und Maiskolben sättigen schneller und runden mit ein bis zwei Exemplaren ab. Für Vegetarier macht die doppelte Menge Sinn. Wenn zur Sicherheit ein Mengenüberhang eingekauft wird, sind Gedanken zu einer möglichen Nachverwertung hilfreich. Kaltes Steak schmeckt auch auf Brot und gegrilltes Gemüse kann in der Pfanne wieder aufgewärmt werden.

Verzehrmengen von Fleisch und Fisch

Das Herz einer Grillparty ist meist Fleisch und seltener Fisch. Beim Einkauf empfiehlt sich eine Art Abstufung des unterschiedlichen Grillguts.

Steak kann aus Rind, Schwein, Strauß, Känguru und Lamm bestehen. Es stellt oft das edelste Grillgut dar. Um jeden Geschmack und jeden Gaumen, der Abwechslung liebt, zufriedenzustellen, sind zwei Steaks (150 bis 200 Gramm pro Stück) pro erwachsenen Esser eine gute Menge.

Bratwurst als fleischlicher Mittelpunkt ohne Steak sollte mit drei Exemplaren pro Kopf bedacht werden. Als alternative Wahl zum Steak oder anderem Grillfleisch reicht eine bis zwei Würste. Fünf bis sechs kleine Nürnberger Rostbratwürstchen entsprechen dieser Menge.

Bauchfleisch ist ein recht fettes Fleisch und vor allem bei Kindern und Jugendlichen sehr beliebt. Aufgerolltes Fleisch auf Grillfackeln kommt auf Spießen zum Einsatz. Eine Grillfackel pro Teilnehmer reicht aus, da sich immer Liebhaber und Verschmäher finden.

Ähnliches gilt für Spieße, wobei auch die Gewichtung eine Rolle spielt. Ein gemischter Spieß sollte mit etwa 100 Gramm Fleisch und 200 Gramm Gemüse gerechnet werden. Reine Gemüsespieße verbrauchen bei den Standardlängen von etwa zwanzig Zentimetern grob ein Gemüsestück pro Spieß. Sie werden natürlich auf mehrere Spieße verteilt und die Menge gilt nur als rechnerische Einkaufshilfe.

Für jedes Grillfleisch gilt, es kann aus Huhn, Lamm, Rind, Schwein oder Exotischerem wie Känguru oder Strauß bestehen. Die vier Grundsorten sollten etwa zwei Drittel des Gesamtaufkommens ausmachen.

Fischfilet wie Lachs kann an die Mengenkalkulation für Steaks angelehnt werden. Ganze Fische sind naturgemäß stark von Art und Größe abhängig. Ein in der Länge auf ein normales Grillrost passender kompletter Grillfisch mit Kopf und Schwanz liefert achtzig bis hundert Gramm Fleisch.

Anzahl und Menge der Gemüse

Eine entscheidende Anfangsfrage vor dem Einkauf ist, ob Vegetarier am Grillabend teilnehmen. Die pro Kopf kalkulierte Menge an Gemüse zusätzlich zu Fleisch und Fisch muss für jeden Vegetarier ergänzt werden. Dieser „Grünzuschlag“ macht durch Verdoppelung der Einkaufsmengen vegetarische Grillgäste satt und zufrieden.

Folienkartoffeln haben auch deswegen so viele Freunde, weil sie keinen Platz auf dem Grillrost verbrauchen. Die in Alufolie eingewickelten Erdäpfel werden in der Kohle mitgegrillt. Je nach Größe sollten zwei bis vier Kartoffeln pro Kopf geplant werden.

Maiskolben zum Abknabbern sind ein beliebter Spaß und entwickeln durch das Einstreichen mit Butter einen sehr feinen Geschmack. Erfahrungsgemäß reicht ein Maiskolben pro zwei Besucher.

Aubergine und Zucchini werden als marinierte Scheiben auf den Grill gelegt. Da sie einen sehr speziellen Geschmack habe, werden sie meist nur von einigen Gästen geschätzt. Jeweils eine Frucht auf fünf Gäste reicht aus.

Paprika begeistert vor allem auf Spießen zusammen mit Fleisch und anderen Gemüsen. Für jeden Spieß wird etwa eine halbe Paprika kalkuliert.

Ein kleiner Bund Spargel (etwa zehn Stängel) und eine Tomate wird rechnerisch auf etwa zwei erwachsene Grillgäste ausreichen.

Süßkartoffeln können als Folienkartoffeln zu etwa zwanzig Prozent untergemischt oder als marinierte Scheiben auf den Grill gelegt werden. Wie Aubergine und Zucchini reicht eine größere Kartoffel für drei bis fünf Grillfreunde aus.

Gewürze und Marinaden

Bei der Vorbereitung des Grillfestes hilft vor dem Einkauf eine Bestandsaufnahme, welche Gewürze, Kräuter und Soßen in der Grundausstattung der Küche schon vorhanden sind. Natürlich sind eine gleichzeitige Beurteilung der Füllstände und eine eventuell notwendige Nachbestückung Teil der Vorbereitung.

Zu prüfende Basisgewürze und Klassiker sind Salz, Pfeffer und Senf. Hier kann die Sorte genauer beurteilt werden. Meersalz hat andere Eigenschaften als Tafelsalz. Schwarzer Pfeffer adelt ein feines Steak deutlicher als eine bunte Universalmischung. Senf ist mild, scharf, süß und brennend erhältlich.

Vorgemischte Grillsalze werden von vielen Herstellern angeboten. Sie helfen auch bei der Herstellung von Marinaden. Für Anhänger der puristischen Natürlichkeit empfehlen sich Kräuter der Provence oder die Einzelgewürze Basilikum, Chili, Kümmel, Lorbeer, Majoran, Nelke, Petersilie, Rosmarin und Thymian. Fünf Einzelgewürze oder Kräuter der Provence und drei weitere treffen jeden Geschmack.

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Für das Herstellen von Marinaden sollte kalt gepresstes Olivenöl (Natives Olivenöl Extra) verwendet werden. Es sollte vor der Grillparty mindestens ein halber Liter auf zehn Teilnehmer verfügbar sein. Butter, Kokosfett und spezielle Würzöle werden ergänzend eingekauft.

Beilagen und Besonderes

Zum Besorgen des Grillguts und den Würzmitteln kommen einige Zutaten, die beim Einkauf auch bedacht werden müssen. Begleitendes Brot kann von französischem Stangenbaguette über Vielkornbrot und Toast bis zu Pumpernickel und Schwarzbrot reichen. Eine gute Auswahl bietet den Gästen mindestens drei möglichst unterschiedliche Sorten.

Klassiker als Grillsoßen sind Aioli (spanische Knoblauchmayonnaise), Chutneys, Ketchup und Mayonnaise. Sie sind in großer Auswahl erhältlich und halten meist lange. Frisch zubereiten lassen sich die beliebte Guacamole, die aus mit Salz und Knoblauch gewürztem Avocadomus besteht. Knoblauch und eine Zwiebel lassen sich gut zum Spicken von Fleisch verwenden. Eine besondere Geschmacksnote bringen Speckscheiben ins Grillgut. Sie können zum Einwickeln von Datteln eingesetzt werden oder als „Krönung“ auf Steaks landen.

Für experimentierfreudige Gaumen empfehlen sich Zutaten, die mit dem Kontrast zwischen herzhaft und süß spielen. Flüssiger Honig lässt sich auf Fleisch und Gemüse aufstreichen. Auf dem Grill entsteht eine knusprige kandierte Haut, die beispielsweise aus Zwiebelringen so hübsche wie leckere Zugaben beim Anrichten macht.

Als Dessert gewinnen gegrillte Bananen wachsende Beliebtheit. Beim Einkauf sollte auf die Festigkeit der Früchte geachtet werden. Ideal ist der Reifezustand, der gerade aus hellgrüne ins gelbliche wechselt. Für die Anhänger beißender und großer Schärfe kann Meerrettich, insbesondere der japanische Wasabi, eine entscheidende Bereicherung sein.

Informationen zu den angezeigten Preisen finden sich im Disclaimer.